Im Kurzfilprogramm der Berlinale 2015 Generation Kplus lief der australische Kurzfilm „The face of Ukraine – Casting of Oksana Baiul“
Rezension von Marie (11 Jahre alt):
Das war ein sehr emotionaler Film, Die Frage, wann die Mädchen das letzte mal geweint haben, hat mich sehr beeindruckt. Ein Mädchen musste wegen des Krieges das Land verlassen, sie hat, als sie den Zug bestieg, Schüsse gehört. Ein Mädchen weinte um ihren Onkel, sie hat vor lauter Weinen gar nicht weiter erzählen können. Die Kinder waren sehr hübsch angezogen und stark geschminkt, aber ich habe die richtigen Gesichter noch erkennen können. Ich wusste nicht, wann sie spielen und wann sie echte Gefühle zeigen. Das war eine schöne Irritation. Ich hatte bei dem Titel eigentlich Kriegsszenen erwartet und dass alle möglichen Menschen befragt werden und nicht nur Kinder.
Im anschließenden Interview erzählt die Regisseurin Kitty Green:
Gedreht wurde vor Beginn der Krise in der Ukraine. In Kiew gibt es sehr viele Schauspielschulen, die haben wir alle abgeklappert und Mädchen für ein Casting gesucht für einen angeblichen Film über die ukrainische Eiskunstläuferin Oksana Baiul. Wir wollten zeigen, welche Träume und Wünsche die Jüngsten in der jungen Demokratie haben. Es sollte kein Propagandafilm werden.
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