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BERLINALE 2015: Kurzfilm „Kumu hina – A place in the middle“ USA 2014

aloha text & foto: aplaceinthemiddle.org

Hier ein weiterer Beitrag zur BERLINALE 2015, die das größte Kinderfilmfestival der Welt zu bieten hat!

In der Sektion Generation Kplus lief ein besonderer Kurzfilm, der die Kinder sehr berührt hat. Er heißt „Kumu hina“ („Dazwischen“) und erzählt die Geschichte einer hawaiianischen Frau, die früher als Mann lebte. Sie ist Lehrerin und sehr berühmt in Hawaii, ständig wird sie von Leuten auf der Straße angesprochen. Das Filmteam durfte ihren Unterricht besuchen und war sehr beeindruckt. Sie bemerkten, wie wichtig er für die Kinder ist, die nach ihren Wurzeln suchen. Der Film kann kostenlos als Lehrfilm heruntergeladen http://www.aplaceinthemiddle.org

Rezension von Marie (11 Jahre):

Die Trickeinführung (siehe Bild) hat sehr gut erklärt, worum es geht. Ein Mensch kann beides sein, Mann und Frau. Kumu hina kann sich schön schminken, aber auch auf die Jagd gehen. Das alte Wissen über das „Dazwischen“ gibt sie an ihre Schülerin weiter.  Ihre Schülerin stört zwar, dass sie auf ihr „Dazwischensein“ angesprochen wird, aber sie macht sich nichts daraus. Sie ist bei den Jungen und Mädchen anerkannt. Sie wird mal der Lehrer ihrer Kinder sein, so wie es die Tradition es gebietet, Lehrer, Heiler und Anführer zu sein. Das war sehr interessant, vom anderen Ende der Welt etwas zu lernen.

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Berlinale 2015 „Papierflieger“ / „Paper planes“

Photo7284Australien 2014, empfohlen ab 10 Jahre.

Dylan und sein Vater leiden unter dem Tod von Dylans Mutter. Eine eigenartige Lethargie hat sich seitdem der kleinen Familie bemächtigt, und dem Vater gelingt es nicht, in den neuen Alltag hinein zu finden. Dylan fährt mit dem Fahrrad auf dem Weg in die Schule an einem großen Feld vorbei, dort füttert er jeden Tag einen Raubvogel, der ihn mit seinem Flug begeistert. Als eines Tages sein Lehrer die Kinder bittet, Papierflieger zu bauen, fliegt Dylans Papierflieger am weitesten. Dieses Ergebnis spornt ihn an, weiter zu trainieren und seine Faltkunst zu perfektionieren, um eines Tages an der Weltmeisterschaft der Papierflieger in Tokio teilnehmen zu können. Als ihm dies nach vielen Widerständen gelingt, lehrt ihn das Mädchen Kimi, dass nicht der Sieg entscheidet, sondern die Schönheit des Fluges. In der letzten Sekunde des Finales inspiriert ihn sein Freund, der Raubvogel, zu einer überraschenden Konstruktion des Papierfliegers. Dylan gewinnt nicht nur das Finale, sondern auch seinen Vater zurück. Ein berührender, lustiger Film mit Siegerqualität!

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BERLINALE 2015: The face of Ukraine, Australien 2014

Berlinale 2015 face of ukraineFoto: Berlinale 2015

Im Kurzfilprogramm der Berlinale 2015 Generation Kplus lief der australische Kurzfilm „The face of Ukraine – Casting of Oksana Baiul“

Rezension von Marie (11 Jahre alt):

Das war ein sehr emotionaler Film, Die Frage, wann die Mädchen das letzte mal geweint haben, hat mich sehr beeindruckt. Ein Mädchen musste wegen des Krieges das Land verlassen, sie hat, als sie den Zug bestieg, Schüsse gehört. Ein Mädchen weinte um ihren Onkel, sie hat vor lauter Weinen gar nicht weiter erzählen können. Die Kinder waren sehr hübsch angezogen und stark geschminkt, aber ich habe die richtigen Gesichter noch erkennen können. Ich wusste nicht, wann sie spielen und wann sie echte Gefühle zeigen. Das war eine schöne Irritation. Ich hatte bei dem Titel eigentlich Kriegsszenen erwartet und dass alle möglichen Menschen befragt werden und nicht nur Kinder.

Im anschließenden Interview erzählt die Regisseurin Kitty Green:

Gedreht wurde vor Beginn der Krise in der Ukraine. In Kiew gibt es sehr viele Schauspielschulen, die haben wir alle abgeklappert und Mädchen für ein Casting gesucht für einen angeblichen Film über die ukrainische Eiskunstläuferin Oksana Baiul. Wir wollten zeigen, welche Träume und Wünsche die Jüngsten in der jungen Demokratie haben. Es sollte kein Propagandafilm werden.

 

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