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Berlinale 2016: „Rauf“(Türkei 2016)

First love is often painful. Still, that’s not going to stop Rauf from showing Zana how much he fancies her. Alas, the eleven-year-old’s advances only elicit amused smiles from the young woman. Fortunately, Rauf has a couple of loyal friends at his side that he can count on for advice and perspective. Undeterred by the tragic consequences of war, or the fact that he’s already dropped out of school to apprentice as a carpenter, the boy holds on to his one hope: Rauf sets off on a quest to find the special colour that symbolizes his love. This turns out to be no trivial undertaking in his snowy little isolated corner of Anatolia. When he finally happens upon the object of his quest, as winter snow gives way to the early flowers of spring, Rauf isn’t a little boy anymore. (Source: BERLINALE)

Nun ist es fast schon Tradition, dass ich mit den Kindern meiner ZeilenZauber-Schreibwerkstatt dem Internationalen Filmfestival BERLINALE einen Besuch abstatte. Letztes Jahr besuchten wir den Film „Das himmlische Kamel“, in diesem Jahr hatten wir die Möglichkeit, den türkischen Film „Rauf“ zu sehen. (Empfohlen ab 9 Jahre)

Rauf lebt in einer Gegend, die seit Jahrzehnten von Krieg heimgesucht wird. Am Horizont ist nachts der Lichtschein von abgefeuerten Geschützen zu sehen, oft donnern die Kanonen in der Ferne. Ein Film von Liebe in Zeiten des Krieges. Von Freundschaft, Respekt und Tod.

Nach der Vorführung des Films gaben der Regisseur, der Produzent, der Darsteller des „Sargmachers“, die Schauspielerin von „Zana“ und der Hauptdarsteller „Rauf“ den Fragen des Publikums Rede und Antwort:

Für „Rauf“ war es die erste Rolle seines Lebens. Auf der BERLINALE hat er zum ersten Mal den gesamten Film gesehen. Seine Lieblingsstelle war das gemeinsame Bad mit seinen beiden Freunden im Waschzuber, obwohl er sich bei den Dreharbeiten ein bisschen geschämt hatte. Gefroren haben er und die anderen Kinder nicht, sein Betreuer hat darauf geachtet, sie gut zu ernähren 😉 Er war sehr aufgeregt und würde gern Schauspieler werden.

Der Regisseur und der Produzent trafen sich bei anderen Dreharbeiten, als die Idee entstand, den Krieg mit den Augen eines Kindes darzustellen. Beide arbeiteten von Beginn an mit dem türkischen Kulturministerium zusammen. In dieser Zeit begann eine Feuerpause zwischen den Rebellen und der türkischen Armee, daher war der Film auch von der türkischen Regierung erwünscht. Sie wollten zeigen, dass „Nationalität“ und „Freiheit“ für Kinder keine Rolle spielen, sondern andere Dinge, wie die Suche nach der Farbe Pink. Der Film soll wie ein Gedenkstein für die Toten des Konflikts fungieren. Der Film wird in der Türkei in den Kinos gezeigt werden, ungeachtet des weiterhin schwelenden Konflikts ist er ein Zeichen für Hoffnung und Frieden. Das Schicksal der Großmutter ist offen geblieben, vielleicht ist ihr Sohn zurückgekehrt aus den Bergen, möglicherweise ist sie auch gestorben.

Der Kameramann arbeitete wie bei einem Dokumentarfilm ohne künstliches Licht, was eine sehr große Herausforderung darstellte, ebenso wie die große Kälte, der sie ausgesetzt waren. Dadurch ist der Film intensiver geworden.

Die Schauspielerin von Zana meinte, dass Zana zu den Befreiungskämpfern in die Berge gegangen ist, um frei von den Zwängen ihres Lebens sein zu können. Sie ist nicht glücklich über die Entscheidung, sieht jedoch keine andere Lösung.

Die ZeilenZauberKinder (alle sind etwa 12 Jahre alt) rezensierten den Film „Rauf“ folgendermaßen:

Hattet Ihr eine Lieblingsstelle?

Rosa: Ich fand die Stelle, wo Rauf mit seinen Freunden die Straße mit den Luftballons runtergegangen ist am besten, weil das so schön aussah mit den verschiedenen Farben.

Nele: Als Rauf die pinken Blumen auf das Wasser und den Sarg von Zana warf. Diese Stelle war wunderschön und für einen Augenblick habe ich die Trauer über Zanas Tod vergessen.

Was Du während des Films gedacht und gefühlt?

Lucia: Die Geschichte war ergreifend, und es war schon traurig dass Rauf so viele leidende und sterbende Leute sah. Er selbst aber konnte nur traurig sein, als Zana starb.

Nele: Ich musste an die vielen, schlimmen Kriege in der Welt denken. Und daran, wie manche Menschen deswegen leben müssen. Aber Raufs Liebe zu Zana hat alles ein bisschen aufgelockert.

Rosa: Ich musste an den Krieg denken und dass es endlich einen Film gibt, wo ein Kind zeigt, wie es sich im Krieg fühlt.

Wie hat Dir die Art des Films gefallen?

Namiko: Die Außenaufnahmen waren sehr naturgetreu. Man vergaß fast, dass es nur ein Film war, man lebte praktisch auch in diesem Dorf. Was ich allerdings verändern würde, ist, dass nicht viel zum Krieg erklärt wurde, man hat nicht wirklich erfahren, in welcher Lage sich die Protagonisten befanden.

Rosa: Ich fand es gut, dass mit Tageslicht gearbeitet wurde und nicht mit künstlichem Licht, weil es dadurch natürlicher gewirkt hat. Ich habe es nur am Anfang nicht verstanden was mit „in die Berge gehen“ gemeint war.

Lucia: Ich fand fast alles gut. Außer: Ich mag Filmmusik, und die hat mir ein wenig gefehlt. Dennoch wurde die Musik, wenn es welche gab, bei den richtigen Szenen eingesetzt.

Habt Ihr eine persönliche Botschaft für den Regisseur?

Louis: Die Bilder waren sehr schön. Der Film hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Namiko: Sie haben den Krieg sehr gut dargestellt, durch diesen Film erfahren sehr viele Leute, wie schrecklich Krieg auch für Kinder ist. Die Handlung war wirklich ergreifend.

 

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BERLINALE 2015 „Das himmlische Kamel“

Photo7348Der ZeilenZauber-Winterkurs war – krankheitsbedingt leider nicht mit allen Kindern – zu Besuch bei der Berlinale, dem großen internationalen Filmfestival in Berlin! (Vielen Dank noch einmal an meine persönliche Berlinale-Fee!)

Hier nun die Antworten der Kinder zum mongolisch-russischen Film „Das himmlische Kamel“, der in der Kategorie Generation Kplus gezeigt wurde: Bair lebt mit seiner Familie in Kalmückien mitten in der Steppe. Als er sich bei Nacht auf die Suche nach den Kamelen macht, erlebt er gefährliche Abenteuer und trifft einen Freund für’s Leben.
Allen Kindern der Film hat sehr gut oder gut gefallen 😉

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Lieblingsstelle:
Louis: Ich habe leider keine direkte Lieblingsstelle, denn mir hat der gesamt Film sehr gut gefallen.

Nele: Als Bair im Gefängnis war und „Fuffziger“ mit dem Fuß den Schlüssel geholt hat und beide zusammen ausgebrochen sind.

Tobi: Der Gefängnisausbruch.

Lu: die letzte Szene des Films. Diese Szene war sehr emotional gespielt und da kam die wunderbare Musik erst richtig zum Vorschein.

Woran musstest du denken, was hast du gefühlt?

Nele: Ich musste daran denken, wie hart das Leben in der Steppe ist, und wie gut es mir im Gegensatz geht.

Lu: Ich musste daran denken, wie unterschiedlich die Landschaft in Russland ist und das dort Arme und Reiche wohnen. Der Film hat mich sehr berührt, aber auch gleichzeitig fröhlich gemacht.

Was hättest du verändert?

Nele: Ich hätte während Bairs Reise gezeigt, wie zu Hause alle auf ihn warten und wie schlecht es ihnen geht, weil die Kamelkuh Mara nicht da ist und ihnen nicht helfen kann, das Wasser für die Schafe zu transportieren.

Tobi: Ich hätte gar nichts verändert.

Lu: Ich hätte nichts verändert, denn ich fand die Großaufnahmen beispielsweise total gut. Die Geschichte, die in diesem Film erzählt wurde, war sehr schön. Mir war das aber ein ziemliche Hin und Her am Ende.

Persönliche Botschaft an den Regisseur:
Louis: Das war ein interessanter kulturspiegelnder Film, der die Wirklichkeit sehr gut widerspiegelt.

Nele: Sehr geehrter Herr Feting, ich fand den Film sehr schön und würde mich freuen, wenn Sie noch weitere Kinderfilme drehen würden.

Lu: Es ist ein wunderbarer Film vom anderen Ende der Welt. Das beste war unter anderem die Musik! Ich hoffe, dass dieser Film gewinnt!!

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BERLINALE 2015 – Kurzfilm „Giovanni en het waterballet“ hat gewonnen!!

Giovanni und das WasserballettFoto: Berlinale 2015

„Giovanni und das Wasserballett“ Kurzfilm in der Kategorie Generation Kplus

Rezension von Marie, 11 Jahre:

Ich fand den Film sehr witzig, am besten gefiel mir Giovannis Freundin Kim. Am lustigsten war Giovannis Liste seiner später in Frage kommenden Freundinnen, die er mit Kim diskutiert. Die Story war toll. Im an die Vorführung anschließenden Gespräch mit den Filmschaffenden gab es folgende Antworten: die im Auto sitzenden Kinder wurden nur von außen gefilmt, so dass sie die Kamera nicht bemerkten und sie sich ungestört fühlten. Giovanni machte zuerst einen normalen Schwimmkurs und im Anschluss daran trainierte immer das Wasserballett. Ihm gefiel daran, dass er dabei so viele Mädchen kennenlernen kann. Er will erreichen, dass er als erster 2015 bei den Niederländischen Landesmeisterschaften im Synchronschwimmen teilnehmen darf. (Das ist ihm gelungen!)

Wie Giovanni zu seinem Namen kam? Seine Eltern liebten eine TV-Schow, deren Gewinner Giovanni hieß 😉 Sein Bruder heißt Lorenzo, so hieß jemand in einer anderen Fernsehshow.

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Der Spezialpreis Generation Kplus Internationale Jury für den besten Kurzfilm, dotiert mit 2.500 Euro des Deutschen Kinderhilfswerks

geht an den Kurzfilm „Giovanni und das Wasserballett“ von Astrid Bussink, Niederlande 2014

Dieses außergewöhnlich charmante, wahnsinnig komische Kinostück über einen sehr speziellen, charismatischen Jungen mit einem ungewöhnlichen Traum, gewann nicht nur die Herzen der Zuschauer, sondern ebenso die der Jurymitglieder! Wir sind berührt von der Einladung, die unschätzbaren, intimen Momente mit dem Helden und der Heldin teilen zu dürfen. Wir schlussfolgern daraus, dass solche aufrichtigen Momente nur von Filmmachern eingefangen werden können, die das Vertrauen ihrer Schauspieler haben (und auch in diese setzen), deshalb applaudieren wir der Regisseurin und ihrem Team. Dieser Film ist dynamisch, lustig und hat eine ergreifende, inspirierende und dabei unauffällige Botschaft. Einfach gesagt, wir sind verliebt in diesen Jungen.“

(transl. Andrea Maluga)

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Gesehen auf der Berlinale: Kopfüber – UPSIDEdown (Deutschland 2012)

Ich weiß, sie ist längst vorbei, die Berlinale 2013.  Aber ich kann es nicht lassen, Euch noch einen allerletzten Berlinale-Film zu empfehlen: Kopfüber – UPSIDEdown, (english: here) ein Film von Bernd Sahling, empfohlen für Zuschauer ab 8 Jahre.

Sascha wohnt mit seinen beiden älteren Geschwistern und der Mutter in einer Kleinstadt. Sein Bruder ist ein Kleinkrimineller, der verbotene Sachen macht und Sascha scheint in dessen Fußstapfen treten zu wollen. Das Großwerden ist gar nicht so einfach, wenn man sich das falsche Vorbild hat. Als die Mutter deshalb um Hilfe beim Amt ersucht, wird dem Jungen ein Familienbeistand zur Seite gestellt: ein etwas zaghafter junger Mann. Er verkörpert für Sascha von allem etwas, ein wenig Vater, ein bisschen Kumpel und ein Stückchen Bruder. Sascha vertraut ihm und zeigt ihm einen Teil seiner Welt – die selbst eingerichtete kleine Fahrradwerkstatt.

Dann folgen medizinische Untersuchungen und die Vermutung, woran das Kind leidet. Die Ärztin verschreibt Medikamente, die die Aufmerksamkeit des Jungen erhöhen sollen. Tatsächlich wird das Familienleben ruhiger, denn weder Polizisten noch Lehrer beschweren sich mehr. Alle atmen auf, nur Saschas Freundin Elli ist enttäuscht von den Veränderungen. Zwar „funktioniert“ der Junge in den Dingen, die in der modernen Gesellschaft wichtig scheinen, aber er hat sein Lachen und seine Kreativität verloren. Aus dem sorglos mit Elli umherstreifenden Kind, das eifrig und ausdauernd Geräusche aufnimmt, um daraus Musik zu kreieren, wird ein beflissener Junge, der sich nur noch auf  seine Pflichten besinnt.

Zur Vorstellung waren der Regisseur Bernd Sahling, die Drehbuchautorin Anja Tuckermann, der Produzent Jörg Rothe und der Schauspieler Claudius von Stolzmann gekommen. Ausführlich und geduldig beantworteten sie die Fragen der Kinder. Hier eine Auswahl der Antworten:

Das Drehbuch war schon 2001/2002 fertiggestellt, es beruht auf eigenem Erleben des Regisseurs aus seiner Zeit als nebenberuflich tätiger Familienhelfer. Gedreht wurde ab September 2011 für zwei Monate in Jena / Thüringen. Der Titel Kopfüber beruht auf Ellis Idee, dass ihr Freund schneller denken kann, wenn sein Kopf besser durchblutet wird. Deshalb der Versuch, sich kopfüber aus dem Bett zu hängen.

Und nein: Der Hauptdarsteller raucht im wahren Leben nicht (im Film wurden Kräuterzigaretten verwendet), er hat auch kein ADHS und keine schlechten Schulnoten, die Fensterscheibe hat nicht er, sondern fachmännisch ein Glaser zertrümmert. Und nochmals nein: Sascha und Elli sind sich am Set aus dem Weg gegangen und haben sich nicht angefreundet. Leider 😉 Die Polizisten waren auch nicht echt…

(Zur ausführlichen Rezension: hier)

Das Beste zum Schluss: voraussichtlich ab Oktober 2013 wird der Film in deutschen Kinos gezeigt. Wer auf dem laufenden bleiben will: hier gibt es die neuesten Informationen.

Und hier noch ein Veranstaltungshinweis:

Im Potsdamer Filmmuseum wird heute, am 26. Februar 2013, ein Gespräch mit Mitwirkenden und dem Filmteam von „Kopfüber“ präsentiert, moderiert vom Filmkritiker Knut Elstermann:

http://www.filmmuseum-potsdam.de/de/350-3359.htm

NACHTRAG: Kinostart in Deutschland am 7. November 2013!

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Gesehen auf der Berlinale 2013: Mama, ich lieb dich (Lettland)

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Und schon ist alles fast vorbei: die Berlinale 2013 schließt heute die Glitzervorhänge für ein Jahr. Doch bevor die Roten Teppiche wieder eingerollt werden, möchte ich den lettischen Film Mammu, es Tevi milu (english: here) vorstellen. Der Film wird für Zuschauer ab 10 Jahre empfohlen, Regie führte Janis Nords.

Der zehnjährige Raimond lebt mit seiner Mutter, einer viel beschäftigten Ärztin, in Riga. Am liebsten rast er mit seinem Roller durch die Stadt oder trifft sich mit seinem Freund Peter, dessen Mutter als Putzkraft arbeitet. Peter hilft ihr ein bisschen bei der Arbeit und entdeckt dabei in der Wohnung ihres Auftraggebers ein Motorrad. Er zeigt es Raimond, der begeistert ist. Als Peter jedoch Geld aus einem Glas und die Wohnungsschlüssel stiehlt, ist der Spaß vorbei. Eine verwickelte Geschichte nimmt ihren Lauf. Raimond wird bestohlen und wird selbst zum Dieb und Einbrecher. Nicht genug damit: Auch ein harmloser Schulspaß mit einer Mitschülerin wird aufgebauscht und bringt den Jungen in große Bedrängnis. Und schließlich stellt sich heraus, dass Raimonds Mutter ihren Sohn belügt. Am Ende landen die Kinder als Verdächtige auf dem Polizeirevier und Raimond lässt es zu, dass Peter beschuldigt wird. Mehr dazu: hier.

Im Rahmen der Berlinale 2013 erhielt dieser Film den GROSSEN PREIS DER INTERNATIONALEN JURY VON GENERATION KPLUS (Kinder)!

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Gesehen auf der Berlinale: „Durch fliegendes Gras“ (Indonesien 2012)

Da mich Geschichten in jeder Form interessieren, gehe ich natürlich auch sehr gern ins Kino. Zur Zeit gibt es in Berlin ein großes Film-Festival, die Berlinale. Hier der Bericht von einem Film, den ich mir angesehen habe:

Gus, ein indonesischer Schuljunge, hat liebevolle Eltern, einen weisen, freundlichen Nachbarn, drei gute Freunde und eine gütige Großmutter. Sein Vater arbeitet in einer Tofu-Manufaktur und die Mutter hält das Haus  in Ordnung. Jeden Tag bekommt Gus das gleiche Essen von ihr, wenn er aus der Schule heimkehrt: Tofu. Daher rührt sein großer Wunsch, einmal in einem schönen Restaurant zu speisen, wo die unterschiedlichsten Genüsse locken. Aber er hat ein Problem, weil ihm das Geld dazu fehlt. Um Geld zu verdienen, vernachlässigt er seine Freunde, belügt seine Eltern und entzieht sich dem alten Nachbarn. Als er das mühsam Ersparte verliert, scheint alle Mühe umsonst, aber wozu hat der Mensch eine Großmutter? Damit sie ihm aus der Patsche hilft.

Der indonesische Originaltitel des Films lautet: Cita – Citaku Setinggi Tanah. Es ist die erste Arbeit des Regisseurs Eugene Panji. Der Film läuft in der Berlinale-Sektion Generation Kplus und wird für Zuschauer ab 6 Jahre empfohlen.

Die Premiere in Anwesenheit des Regisseurs, des Kameramannes, des Hauptdarstellers und weiterer Mitglieder der Filmcrew fand im Haus der Kulturen der Welt statt. Der Film bekam nach der Aufführung begeisterten Beifall und die jungen Besucher stellten viele Fragen, zum Beispiel, warum der Film so heißt, was mit dem in einen Brunnen gefallenen Geld passiert ist und wie lange die Drehzeit dauerte. Gedreht wurde einen Monat lang, aber die Vorbereitungen nahmen zweieinhalb Jahre in Anspruch. Der Regisseur verglich im Titel die Träume der Kinder mit dem Gras, dass zwar sehr leicht sei und schnell davonfliegen könne, aber notwendig für unser Leben sei. Und das Geld liegt übrigens noch in dem Brunnen…

Die Kinder in der Premierenvorstellung waren meist älter als 6 Jahre. Sie ließen sich von der Geschichte gefangennehmen und viele genossen es, einem Jungen aus einem fernen Land in seinen Alltag zu folgen. Ein Film über Träume, Freundschaft, den Wert des Geldes und wie viel man von all dem braucht.

(Mit großem Dank an meine Berlinale-Fee Maren)

Weitere Aufführungstermine:

Freitag, den 15.2.2013, 12.30 Uhr im Haus der Kulturen der Welt sowie

Samstag, den 16.2.2013, 10 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain

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