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Konfetti! Meine erste Veröffentlichung in einem Fachblatt und ein Geständnis

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I’m proudly present (gun salute!): my first publication in a journal! The name of the journal is Federwelt (only available in German). It is suitable for authors and all people who are interested in story telling. I like this journal very much. One will profit from nearly every article. In this journal there is a column by Diana Hillebrand called „Do you wrote already today?“ with many helpful hints about writing. There is one possibility to get closer to your protagonist: write a letter to him. If you are interested in my (love!)letter to my protagonist Johannes, then look into the newest issue of the Federwelt, page 19. Thank you, dear Diana and the journal Federwelt for this possibility.

Salutschüsse! Konfetti!! Da ist sie, meine erste Veröffentlichung in einem Fachblatt!!! Vielen Dank, Ihr könnt Euch wieder beruhigen. Derweil erzähle ich, was es mit der Veröffentlichung auf sich hat: Das Magazin heißt Federwelt und wendet sich an Autoren und Autorinnen sowie Leute, die schon immer wissen wollten, was man beim Bücherschreiben alles falsch machen kann 😉 Natürlich ist man nach der Lektüre auf jeden Fall schlauer. Im Magazin gibt es von Diana Hillebrand die Rubrik „Heute schon geschrieben?“, die hilfreiche Tipps und Tricks verrät. Eine Möglichkeit, seinem Protagonisten näher zu kommen, um sich als Autor besser einzufühlen und sein oder ihr Handeln besser zu verstehen, ist, der Hauptperson einen Brief zu schreiben. In meinem Fall sogar einen Liebesbrief an meinen Protagonisten Johannes. Wollt Ihr ihn lesen? Seite 19

Vielen Dank, liebe Diana und schönste Federwelt, für diese wunderbare Möglichkeit!

PS: Und jetzt noch ein Geständnis: Ich bin ja sehr wortakrobatisch veranlagt und nenne die Federwelt aus Versehen immer „Federlesen“. Find ich auch schön!

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Prosit 2017 – Es möge gelingen

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Hopefully you all had an excellent start in 2017 with New Year’s pledges. For myself, I plan to write at least 600 words at each working day. Here I will finish a story about E.T. as well rework a story about a time travel, both texts for children between 10 and 12 years. Furthermore I plan to visit the book fairs in Leipzig, Berlin and maybe in Frankfurt. In spring, I will start writing a story about a smartly cat for pre-school kids. I will offer readings for children and adults to reach all fans of Mo and Marie and my other heroes. But more importantly  I need a publisher and try to find one because my drawers brim over with my texts and stories… And last but not least, I will organize again a ZeilenZauber’s writing contest and a ZeilenZauberKurs.

But for now, may all your wishes become true! And do not forget: Reading broadens the mind!

Inzwischen sind sicherlich alle Neigen des vergangenen Jahres geleert und die Feuerwerksreste sind weggeräumt. Noch sind alle voller Hoffnung, dass die guten Vorsätze länger halten als Erdbeereis, das in der Sonne schmilzt.

Ich habe vor, an jedem Arbeitstag 600 Wörter zu schreiben, das sind zwei bis drei Normseiten: für 10- bis 12-Jährige einen Roman mit Außerirdischen zu beenden und einen anderen mit einer Zeitreise zu überarbeiten, die Leipziger und die Berliner Buchmesse und vielleicht die Frankfurter auch zu besuchen. Im Frühling schreibe ich eine Katergeschichte für Vorschulkinder 😉 Lesungen für Kinder und Erwachsene werde ich wieder anbieten, damit Mo und Marie ihre Fans erreichen. Und einen Verlag zu finden wäre langsam auch an der Zeit, die Schublade mit meinen Texten quillt über… Außerdem will ich meine großen und kleinen ZeilenZauberKurskinder miteinander bekannt machen, damit wir noch mehr zaubern können! Demnächst veranstalte wieder einen ZeilenZauber-Schreibwettbewerb, das Thema stelle ich Euch bald vor.

Auf dass alle Wünsche wahr werden, dass Frieden bleibt und Freundschaft hält! Sucht Euch was Schönes, Buntes aus den vielen Möglichkeiten, die sich Euch bieten mögen, aus.

Und nicht vergessen: Lesen bildet!

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Rezension: Antje Herden „Anton und Marlene und die tatsächlichen Tatsachen“

Bucheinband Antje Herden Anton und Marlene

Im Rahmen einer lovelybooks-Leserunde habe ich „Anton und Marlene“ gewonnen und da es üblich ist, im Gegenzug Rezensionen zu verfassen, will ich den Gepflogenheiten Genüge tun.

 Das Buch „Anton und Marlene und die tatsächlichen Tatsachen“ ist der zweite Band der auf drei Bände ausgelegten Geschichte von Antje Herden. Seit 2010 schreibt die in Magdeburg und Darmstadt aufgewachsene Autorin (*1971) Bücher für Kinder. Dabei hat sie offenbar ein gutes Gespür für Weltretter und schreibt mit großem Erfolg deren Abenteuer auf.

Obwohl ich den Inhalt des ersten Bandes nicht kannte, fiel es mir leicht, in die Geschichte hinein zu finden, die locker und mit Witz erzählt wird.

Die Ideen der Autorin sind überraschend, verdreht und lustig. Es geht um Außerirdisches, Entführungen, Schule, Freundschaft und Liebe. Auch wenn viel Seltsames und Erschreckendes passiert, selbst wenn Kinder verschwinden und Erwachsene ein falsches Spiel treiben und nicht mehr verlässlich sind – alles lässt sich ertragen mit einer besten Freundin und einem besten Freund an der Seite. Und noch viel mehr, denn die beiden besten Freunde Anton und Marlene schaffen das scheinbar Unmögliche, nämlich die verschwundenen Kinder zu befreien und die Erwachsenen zu enttarnen!

Lustig, ein bisschen verrückt und Phantasie anregend, ich könnte mir vorstellen, dass meinen ZeilenZauber-Schreibkurskindern, die 9 und 10 Jahre jung sind, das Buch gefallen würde. Deshalb werde ich es mit ihnen im nächsten Schuljahr lesen, mit verstellten Stimmen und gebastelten Unwahrscheinlichkeiten und allem pipapo 😉

Fischer KJB Verlag 2016

mit Vignetten von Regina Kehn

empfohlen ab 8 Jahre

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Über Feistus Raclettus und ein Rezept fürs Schoko-Fondue

schokofondue

Kinder! Weihnachten steht vor der Tür und es ist an der Zeit, die Schokoladen-Osterhasen zu verwerten! Warum nicht in einem Fondue einschmelzen?

Erst einmal zu den Hintergründen: Warum dieser Feistus Raclettus nicht Feistus Fondue heißt, erschließt sich mir nicht und es konnte mir auch noch niemand erklären, selbst eingefleischte Asterix-Kenner (ich schaue niemanden an 😉 ) sind ratlos. Obwohl Feistus eindeutig zur Käsefondue-, und nicht -raclette-Orgie aufruft! Jedenfalls sind hier im Hause Zeilenzauber das eine wie das andere Gericht, Raclette und Fondue, äußerst beliebt, trotzdem die Herkunft nicht gesichert ist: Schweizerisch oder doch französisch?

Auch auf die Gefahr hin, bei Ungeschicklichkeit den von Raclettus angedrohten schrecklichen Strafen ausgeliefert zu werden*, gibt es nun Schoko-Fondue, eine ziemlich leckere Sache.

Das kleine Fondue-Gefäß auf dem Foto hat schon ein paar Jahre auf dem Dachboden eines Hauses verbracht, das auf einer hübschen Insel steht, bevor das Töpfchen mit Zubehör anlässlich einer Schrottwichtel-Party den Weg in meinen Schrank fand. Und auch hier musste es mehr als ein Jahr ausharren, genau bis zu dem Tag, als die Osterhasen eingeschmolzen werden sollten (jetzt also!). Traditionell wird die Schokolade gereicht zu Birne Helene.

Aber ich liebe die Abwechslung und ein paar mehr Vitamine machen sich immer gut, also heißt die Lösung Schokofondue. Gänzlich einfach: man nehme am besten säuerlich schmeckendes Obst wie Orangen, Erdbeeren, Weintrauben, Ananas, Äpfel oder auch (vor allem Kinder lieben es:) süße Bananen und zerkleinere es in mundgerechte Portionen. Inzwischen hat das Teelicht unter dem Fonduetöpfchen die Schokolade schmelzen lassen und die rund um den Tisch versammelte Gesellschaft kann sich, mit Kuchengabeln oder kleinen Spießen bewaffnet, drumherum niederlassen. Nun gilt es, geschickt zu sein, das eine oder andere Obststückchen zu ergattern, in die Schokolade zu tauchen und anschließend in den eigenen Mund zu befördern. Nicht immer einfach! Und es ist so lecker, dass nur noch die leeren Tellerchen aufs Foto finden.

Übrigens können passenderweise vor Ostern die eingestaubten Weihnachtsmänner als Grundlage fürs Schokofondue genutzt werden 😉

*“Wer sein Brotstückchen in dem geschmolzenen Käse verliert, hat was gut! Beim ersten Mal fünf Stockhiebe! Beim zweiten Mal 20 Peitschenhiebe! Beim dritten Mal wird er mit einem Gewicht an den Füßen in den See geworfen!“ Auszug aus: Asterix bei den Schweizern, S. 19

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BERLINALE 2015 „Das himmlische Kamel“

Photo7348Der ZeilenZauber-Winterkurs war – krankheitsbedingt leider nicht mit allen Kindern – zu Besuch bei der Berlinale, dem großen internationalen Filmfestival in Berlin! (Vielen Dank noch einmal an meine persönliche Berlinale-Fee!)

Hier nun die Antworten der Kinder zum mongolisch-russischen Film „Das himmlische Kamel“, der in der Kategorie Generation Kplus gezeigt wurde: Bair lebt mit seiner Familie in Kalmückien mitten in der Steppe. Als er sich bei Nacht auf die Suche nach den Kamelen macht, erlebt er gefährliche Abenteuer und trifft einen Freund für’s Leben.
Allen Kindern der Film hat sehr gut oder gut gefallen 😉

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Lieblingsstelle:
Louis: Ich habe leider keine direkte Lieblingsstelle, denn mir hat der gesamt Film sehr gut gefallen.

Nele: Als Bair im Gefängnis war und „Fuffziger“ mit dem Fuß den Schlüssel geholt hat und beide zusammen ausgebrochen sind.

Tobi: Der Gefängnisausbruch.

Lu: die letzte Szene des Films. Diese Szene war sehr emotional gespielt und da kam die wunderbare Musik erst richtig zum Vorschein.

Woran musstest du denken, was hast du gefühlt?

Nele: Ich musste daran denken, wie hart das Leben in der Steppe ist, und wie gut es mir im Gegensatz geht.

Lu: Ich musste daran denken, wie unterschiedlich die Landschaft in Russland ist und das dort Arme und Reiche wohnen. Der Film hat mich sehr berührt, aber auch gleichzeitig fröhlich gemacht.

Was hättest du verändert?

Nele: Ich hätte während Bairs Reise gezeigt, wie zu Hause alle auf ihn warten und wie schlecht es ihnen geht, weil die Kamelkuh Mara nicht da ist und ihnen nicht helfen kann, das Wasser für die Schafe zu transportieren.

Tobi: Ich hätte gar nichts verändert.

Lu: Ich hätte nichts verändert, denn ich fand die Großaufnahmen beispielsweise total gut. Die Geschichte, die in diesem Film erzählt wurde, war sehr schön. Mir war das aber ein ziemliche Hin und Her am Ende.

Persönliche Botschaft an den Regisseur:
Louis: Das war ein interessanter kulturspiegelnder Film, der die Wirklichkeit sehr gut widerspiegelt.

Nele: Sehr geehrter Herr Feting, ich fand den Film sehr schön und würde mich freuen, wenn Sie noch weitere Kinderfilme drehen würden.

Lu: Es ist ein wunderbarer Film vom anderen Ende der Welt. Das beste war unter anderem die Musik! Ich hoffe, dass dieser Film gewinnt!!

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BERLINALE 2015 – Kurzfilm „Giovanni en het waterballet“ hat gewonnen!!

Giovanni und das WasserballettFoto: Berlinale 2015

„Giovanni und das Wasserballett“ Kurzfilm in der Kategorie Generation Kplus

Rezension von Marie, 11 Jahre:

Ich fand den Film sehr witzig, am besten gefiel mir Giovannis Freundin Kim. Am lustigsten war Giovannis Liste seiner später in Frage kommenden Freundinnen, die er mit Kim diskutiert. Die Story war toll. Im an die Vorführung anschließenden Gespräch mit den Filmschaffenden gab es folgende Antworten: die im Auto sitzenden Kinder wurden nur von außen gefilmt, so dass sie die Kamera nicht bemerkten und sie sich ungestört fühlten. Giovanni machte zuerst einen normalen Schwimmkurs und im Anschluss daran trainierte immer das Wasserballett. Ihm gefiel daran, dass er dabei so viele Mädchen kennenlernen kann. Er will erreichen, dass er als erster 2015 bei den Niederländischen Landesmeisterschaften im Synchronschwimmen teilnehmen darf. (Das ist ihm gelungen!)

Wie Giovanni zu seinem Namen kam? Seine Eltern liebten eine TV-Schow, deren Gewinner Giovanni hieß 😉 Sein Bruder heißt Lorenzo, so hieß jemand in einer anderen Fernsehshow.

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Der Spezialpreis Generation Kplus Internationale Jury für den besten Kurzfilm, dotiert mit 2.500 Euro des Deutschen Kinderhilfswerks

geht an den Kurzfilm „Giovanni und das Wasserballett“ von Astrid Bussink, Niederlande 2014

Dieses außergewöhnlich charmante, wahnsinnig komische Kinostück über einen sehr speziellen, charismatischen Jungen mit einem ungewöhnlichen Traum, gewann nicht nur die Herzen der Zuschauer, sondern ebenso die der Jurymitglieder! Wir sind berührt von der Einladung, die unschätzbaren, intimen Momente mit dem Helden und der Heldin teilen zu dürfen. Wir schlussfolgern daraus, dass solche aufrichtigen Momente nur von Filmmachern eingefangen werden können, die das Vertrauen ihrer Schauspieler haben (und auch in diese setzen), deshalb applaudieren wir der Regisseurin und ihrem Team. Dieser Film ist dynamisch, lustig und hat eine ergreifende, inspirierende und dabei unauffällige Botschaft. Einfach gesagt, wir sind verliebt in diesen Jungen.“

(transl. Andrea Maluga)

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Meine Adventslesung 2014

Einladung Kiener 2014

Hier die angekündigte Einladung zu meiner Lesung für die ganze Familie am 29. November 2014, 16.00 Uhr im Atelier Susanne Kiener, Mühlenstraße 62-65 (Nähe S- und U-Bahnhof Pankow).

Kommt in Scharen und lasst Euch überraschen 😉

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Meine Lesungen zum 11. Bundesweiter Vorlesetag am 21. November 2014

.https://i0.wp.com/www.vorlesetag.de/uploads/media/Logo_Vorlesetag_04.jpg..und ich bin dabei 😉 Der Bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der Stiftung Lesen und der ZEIT, vereint an diesem Tage 48.000 Vorleser. Und in diesem Jahr habe ich die Ehre, in der Logopädischen Praxis von Daniela Dinter zwei Lesungen mit meinen Geschichten zu gestalten.

14.30 Uhr: „Mo und der Sachenbaum“, für Kinder ab 4 Jahre

16.00 Uhr: „Der Turm der Blauen Pferde“, für Kinder ab 8 Jahre

Wir sind sogar in der offiziellen Liste der Vorleser zu finden!

Autorin Andrea Maluga in der Logopädischen Praxis Daniela Dinter

Logopädische Praxis Dinter
Wolfshagener Str. 72, 13187 Berlin Berlin

Wir (das Team der Praxis Daniela Dinter) nehmen am Bundesweiten Vorlesetag teil,

…weil wir die Initiative toll finden und wissen, dass Kinder durch Vorlesen eine an Wortschatz und Ausdrucksmöglichkeiten reiche Sprache erwerben! …

…weil Vorlesen im Kopf neue Bilder schafft!

Wir bitten um Anmeldung bis 19. November 2014 (Tel.: 47488406).

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Gedenkminute: Dr. Seuss‘ 110. Geburtstag am 2. März 2014

dr-seuss0002„A fish in a tree – how can that be?“ Wen diese Frage schon immer bewegt hat und wer noch dazu den sensiblen Elefanten namens Horton kennt, achtet gern auf Staubkörnchen und liebt Dr. Seuss. Letzterer wurde vor genau 110 Jahren unter dem bürgerlichen Namen Theodor Seuss Geisel in Massachusetts geboren. Alle seine Großeltern stammten aus Deutschland. In Oxford begann er zwar zu studieren, um Englischlehrer zu werden, aber seine spätere Ehefrau Helen ermunterte ihn, seine Karriere als Illustrator voranzutreiben. Gemeinsam mit Helen bereiste er 30 Länder. Auf der langen Rückfahrt 1936 von Europa über den Ozean, inspirierte ihn der Rhythmus der Maschinen zu seinem ersten Buch. Als kein Verleger sein Buch drucken wollte, beschloss er, das Manuskript zu verbrennen. Aber durch die Vermittlung eines Schulkameraden bekam Geisel, der sich nun „Dr. Seuss“ nannte, die Chance zur Veröffentlichung von „And to think that I saw it on Mulberry Street“. Damit begann seine beispiellose Karriere. Random House bat ihn, ein Erstlesebuch für Kinder zu schreiben, das 220 Vokabeln enthalten sollte. So entstand „The cat in the hat“. Bald wurde es zum Standardwerk, Kinder und Eltern liebten den Wortwitz und die Zeichnungen. Wobei Geisel immer behauptete, niemals „richtig“ zeichnen gelernt zu haben,  seine Ideen und seltsamen Kreaturen würden seinen Schulheften entstammen, die er während des Unterrichts gefüllt hatte 😉 .

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Als Dr. Seuss im Alter von 87 Jahren starb, existierten 200 Millionen Bücher von ihm weltweit, sie wurden in 15 Sprachen übersetzt. In den letzten 20 Jahren wurden die Bücher immer beliebter, so dass es jetzt 300 Millionen Exemplare gibt. (Eine sehr gelungene, kongeniale Übersetzung des „Lorax“ ins Deutsche gibt es übrigens von Nadia Budde.) Die modernen Medien erweckten die Figuren zum Leben, es gibt beispielsweise CD-ROMs, Filme und eine wunderbar verrückte Seite zum spielen und lernen: http://www.seussville.com/

Die Universität in San Diego / Kalifornien hat eine Bibliothek nach Theodor Seuss Geisel benannt, die eine Sammlung seiner Werke beherbergt. Bis zum 26. April wird es dort auch eine Ausstellung mit Begleitprogramm geben. Außerdem gibt es ein Leseprojekt, den National Read Across America Day, das zu Ehren des Geburtstages von Dr. Seuss geschaffen wurde.

(Illustr. nach Figuren von Dr. Seuss: Fantaghiro und Doc. T.)

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Aus meiner Schreibstube: Mo und der Sachenbusch

sachenbaum brennerbergIn der Rubrik „Schreibstube“ gewähre ich Einblick in meine Gedankenwelt und stelle gekürzte Texte vor, die aus meinen Kurzgeschichten oder kleinen Sammlungen stammen. Die folgende Geschichte ist allerdings brandneu, spielt in Berlin und ist diesmal für Kinder und Junggebliebene ab 6 Jahre.

Mo und der Sachenbusch

Mo hatte sich einiges vorgenommen. Er war auf Abenteuersuche. Nach dem Mittagessen hatte er zu seiner Mama gesagt: „Es hat aufgehört zu schneien, ich will hinaus zu den Hoehlen!“ Mama hatte ihm einen Kuss gegeben und gesagt: „Vergiss deine Ausrüstung nicht, kleiner Forscher. Schal, Mütze, Handschuhe. Sonst kommst du krank zurück!“

Kleiner Forscher, dachte Mo beleidigt, und ging in den Flur zu den Anziehsachen. Mama weiß wohl nicht, dass ich schon fast sechs Jahre alt bin! Aber zum Ärgern hatte er jetzt keine Zeit. Schnell zog er sich den Schneeanzug über und stopfte die Hosenbeine in die Stiefel. Was sollte er nicht vergessen? Schal, Mütze, Handsch… Ach du Schreck, da war nur einer in der Tasche, den zweiten Handschuh fand er nicht. Heimlich wühlte er in der Winterkiste. Nichts. Mama rief aus der Stube: „Hast du alles, Mo?“ „Jaja“, stammelte er und kriegte rote Ohren vom Lügen. Mo schwindelte nicht oft, und wenn doch, dann sah Mama es ihm immer gleich an. Deshalb war er froh, dass sie nicht neben ihm stand. Eilig warf er die herausgefallenen Mützen und Schals wieder in die Kiste und rannte zur Tür. Er rief: „Bis später, Mama!“, wartete ihre Antwort nicht ab, sondern knallte die Tür zu und trabte los.

Vor dem Haus war die Welt weiß. Feine, fast unsichtbare Schneeflocken tanzten dem Boden entgegen. Die Nachbarin, Oma Lupinski, kam auf der anderen Straßenseite kaum voran, weil es so glatt war. Mo hörte ihre Schuhsohlen über den Schnee scharren und das kratzende Geräusch ihres Gehstocks, den sie bei jedem Schritt mit der Spitze in den vereisten Boden rammte. Schnell weg, sonst hält sie mich wieder mit ihren Geschichten auf, dachte Mo und schlitterte bis zur Ecke.

Von hier aus konnte er den Berg sehen, den Brennerberg. Zugegeben, er war nicht so hoch wie die anderen Berge, die er aus dem Urlaub kannte. Aber es gab einen Spielplatz, eine große Wiese und viele geheime Höhlen. Außerdem wohnten alle seine Freunde um den Berg herum. Aber niemand war dort, Mo war allein. Die Kindergartenkinder hielten noch Mittagsschlaf, die Schulkinder hatten Unterricht und die vielen Eltern, die sich nachmittags hier trafen, saßen noch in den Büros.[..]

Am Ende von allen Rodelbahnen wuchs ein Busch, den mussten die Kinder geschickt umfahren, wenn sie nicht dagegen krachen und vom Schlitten fallen wollten. Jetzt stand der Busch ganz still in der Kälte und reckte seine kahlen Zweige in die Höhe. Aber was war das? Trug der Busch schon Blüten? Mitten im Winter? Und noch dazu so bunte?[…]

Der Sachenbusch knarzte ein bisschen vor sich hin und wartete auf die anderen Rodler.

(co) andrea maluga

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